Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf folgende Unterseite Ihres Internetangebotes: http://www.informix.ch/de/presse/00/000704linux.html.
Dort wird u.a. behauptet, "Bilder" seien "nicht-traditionelle Daten-Typen".
Als Atelier-Fotografin bin ich über diese kategorische Abqualifizierung nicht nur überrascht, sondern auch in gewisser Weise empört.
Ihnen ist sicher bekannt, daß die Fotografie auf eine weit über 150jährige Tradition zurückblicken kann. Auch berühmte Gemälde (ich möchte an dieser Stelle exemplarisch die Sixtinische Kapelle anführen) würde ich nicht lapidar als "nicht-traditionellen Daten-Typ" bezeichnen. Da ich davon ausgehe, daß Ihnen bei der Beschreibung Ihres Produktes insofern ein Fehler unterlaufen ist, weise ich Sie hiermit darauf hin und bitte um Korrektur.
Vielen Dank,
Alexandra Schöneberger.
DIE ANTWORT:
Sehr geehrte Frau Schöneberger,
bitte sehen Sie diese Aussage nicht in einem allgemeinen kulturhistorischen Zusammenhang. Diese Aussage bezieht sich nur auf den Bereich EDV und dort speziell auf den Bereich der Datenbanken.
In der Tat konnten in Datenbanken lange Zeit nur charakterorientierte Zeichen gespeichert werden. Bilder, Sounds, Images direkt in der Datenbank zu speichern ist deshalb relativ neu.
Aus diesem Grund ist es in diesem Zusammenhang durchaus sinnvoll von "Bildern" als "nicht-traditionellen-Daten-Typen" zu sprechen.
Es lag nicht in unserer Absicht, dadurch den ehrenwerten Beruf des Fotografen oder die Kunstform der Fotografie als solche in Frage zu stellen.
Auch die künstlerische Bedeutung der Sixtinische Kapelle wollten wir dadurch in keinster Weise anzweifeln.
Da, aber der Kontext des "nicht-tradionellen Datentyps" in Zusammenhang mit einer Datenbankfirma allgemein bekannt ist, erlauben wir uns die Webseite unverändert zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Florian Löffler
Informix